Mal was neues

Mal was neues

Marv  //  

May 18 / 9:36pm

Zootiere in freier Wildbahn

Hey, es ist ja erst gut zweieinhalb Monate her, dass ich zum letzten Mal was geschrieben. Da kann ich mir ja noch ein bisschen Zeit lassen, bis ich die Einträge über den Fiesta Bowl und meinen Konferenzbesuch in Boston fertig schreibe. Und auch sonst ist inzwischen einiges passiert, was zumindest eine kurze Erwähnung im Blog verdient hätte. Aber das muss alles weiter warten. Dafür gibt es jetzt was ganz aktuelles:

So grundsätzlich finde ich Zoos eine tolle Einrichtung. Da kann man sich nämlich alle Tiere anschauen, die man gerne mal aus der Nähe sehen möchte, aber denen man dann doch nicht in freier Wildbahn begegnen möchte. Bei den meisten Leuten stehen da vermutlich Tiere wie Tiger, Löwen, Eisbären, Riesenschlangen und was weiß ich noch ganz oben auf der Liste.
Bei mir hat sich heute allerdings ein ganz anderes Tier auf einen der vordersten Plätze emporgearbeitet. Inzwischen habe ich mich ja dran gewöhnt, dass mir alle möglichen Tiere vors Fahrrad laufen; bisher hätte ich da ungezählte Eichhörnchen, zahlreiche Katzen, einige Hunde, ein paar Waschbären und sogar ein Reh zu bieten. Und so war ich heute auf dem Heimweg auch nicht allzu verwundert, als mal wieder ein Waschbär vor mir die Straße kreuzte. Zumindest hielt ich es aus der Ferne im Dämmerlicht für einen Waschbären. Als ich näher kam, wurde das Tier immer langsamer und blieb schließlich kurz vor dem Straßenrand stehen. Da ich bei Tieren schon die spontansten Wendemanöver erleben konnte, habe ich sicherheitshalber gebremst. Und als ich dann mit recht niedriger Geschwindigkeit auf den "Waschbären" zurollte, hob er auf einmal seinen Schwanz. In diesem Augenblick wurde mir schlagartig klar, dass das kein Waschbär ist. Aber dann war es auch schon zu spät. Hinter Waschbären langsam vorbei zu rollen, mag ja eine gute Idee sein. Bei einem sich entladenden Stinktier würde ich es nicht unbedingt empfehlen. 
Inzwischen bin ich frisch geduscht, die ausgewaschene Kleidung hängt zum Trocknen und Lüften im Freien und das Fahrrad steht frisch geschrubbt daneben. Was von dem besonderen Aroma immer noch vorhanden ist, soll sich innerhalb der nächsten paar Tage auch noch verziehen.
Feb 28 / 8:02pm

Etikettenschwindel

Tempimage

Da geht man nichtsahnend in Boston zum Abendessen, um sich vom täglichen Konferenz-Stress zu erholen, und dann steht auf einmal das hier vor einem. Im Glas befindet sich allerdings "nur" Franziskaner Hefeweizen und kein Julius Echter. Und außerdem ist das Bier nicht meines. Auf dem Teller rechts im Bild befinden sich übrigens das zu diesem Zeitpunkt noch vorhandene letzte Drittel meines Abendessens. Die anderen zwei Pfund Fleisch hatte ich da schon hinter mir. Ich hoffe mal, dass das Fleisch-Koma bis morgen früh hinter mir habe. Um acht geht es nämlich mit Vorträgen weiter.

Jan 18 / 8:35pm

Fiesta Bowl - Kurzfassung

Inzwischen habe ich es halbwegs verkraftet, dass Stanford im Fiesta Bowl auf recht dramatische Weise verloren hat. Dass es hier trotzdem noch nichts zum Spiel zu lesen gibt, liegt hauptsächlich an Zeitmangel und Blog-Unlust. Damit es hier wenigstens mal ein bisschen was neues gibt, habe ich für euch ein Video mit Impressionen vom Fiesta Bowl:
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Jan 2 / 10:11pm

Fiesta ist vorbei

Der Eintrag über den Fiesta Bowl kommt, wenn ich das Spiel verkraftet habe. Rechnet mal mit Anfang Februar.
Dec 31 / 1:43pm

Sportlich, sportlich!

Im Kampf gegen die Weihnachtskalorien habe ich mir dieses Jahr ein striktes Sportprogramm auferlegt. Ich kann mich gar nicht mehr dran erinnern, wann ich das letzte Mal innerhalb einer Woche viermal beim Sport war.

Angefangen habe ich mit dem NFL-Spiel der San Francisco 49ers gegen die Pittsburgh Steelers. Ein Kollege von mir ist großer Steelers-Fan und hatte mich schon vor Monaten gefragt, ob ich zum Spiel mitwill. Nachdem die 49ers in der letzten Saison nicht wirklich gut waren, die Steelers andererseits den Super Bowl erreicht hatten, war zu dem Zeitpunkt eigentlich ein klarer Steelers-Sieg zu erwarten. Im Laufe der Saison haben sich die 49ers allerdings zu einem Spitzenteam entwickelt. Aber nachdem vor der Saison nicht nur der Cheftrainer, sondern gleich der halbe Trainerstab von Stanford abgeworben worden war, konnte man ja das fast erwarten, oder? Und so verlief auch das Spiel wesentlich schlechter, als mein Kollege es sich erhofft hatte. Dass es zur Halbzeit nur 6:0 für die 49ers stand, lag vor allem an der steigerungsfähigen Leistung der 49ers-Offensive. Die Defensive hingegen ließ die Steelers zu keiner Zeit des Spiels zur Entfaltung kommen. Und so war mein Kollege bereits zur Pause restlos bedient: "schlechtestes Viertel aller Zeiten" und "schlechteste Halbzeit seit Jahren" waren noch die sachlichsten Kommentare. Und da in der zweiten Hälfte sich nicht viel an der Leistung der Mannschaften änderte, hieß es am Ende hochverdient 20:3 für die 49ers.
Ich hätte nicht erwartet, dass sich die Atmosphäre beim NFL-Football so sehr von einem College-Spiel unterscheidet. Aber bei den 49ers war wesentlich mehr Rahmenprogramm geboten, z.B. mehrere Auftritte der Cheerleader (in Fernseh-Werbepausen) und Auftritte von Castingshow-Finalisten vor dem Spiel und in der Halbzeitpause. Vermutlich wäre noch mehr geboten gewesen, wenn es nicht zwei längere Stromausfälle gegeben hätte. So ist aber z.B. der Einzug der Spieler recht unspektakulär ausgefallen. Auch die Stimmung war wesentlich lauter als in Stanford. Auch wenn Stanford generell eher zu den kleineren und leiseren Stadien im College-Football zählt und somit ein direkter Vergleich nicht ganz fair ist, dürfte auch der durchschnittliche Alkoholpegel des Publikums eine deutliche Rolle spielen. In Stanford gibt es nämlich überhaupt keinen Alkohol im Stadion und außerdem dürfen die meisten der Studenten legal eh noch nicht trinken. Aber "obwohl" ich das 49ers-Spiel nüchtern verfolgt habe, war es ein tolles Erlebnis. Ich hätte wesentlich eher anfangen sollen, NFL-Football live zu verfolgen und nicht erst, wenn die Saison schon beinahe wieder vorbei ist.
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Ein paar Tage später war ich dann bei meinem ersten Basketball-Spiel in Stanford. Die Damen spielten gegen Tennessee und beide Mannschaften zählen landesweit zu den Topteams. Stanford  kam zunächst nur schwer ins Spiel und lag bereits nach drei Minuten 3:10 und nach sieben Minuten 7:16 hinten. Von da an lief es allerdings immer besser für Stanford: nach zehn Minuten glich Stanford zum ersten Mal aus und zur Halbzeit gab es sogar schon eine 48:41-Führung. Zu Beginn der zweiten Hälfte kam Tennessee noch mal bis auf drei Punkte heran, aber danach kam Stanford wieder in Schwung, so dass am Ende ein verdient deutlicher 97:80-Sieg heraussprang. Stanford konnte es sich sogar erlauben, alle Spielerinnen der Startformation schon ein paar Minuten vor dem Spielende vom Feld zu nehmen. Dies führte zu der etwas seltsamen Statistik, dass ca. zwei Minuten vor Ende fünf Spielerinnen auf dem Feld standen, die zusammen bis zu diesem Zeitpunkt zwar schon zwei Fouls begangen, aber noch keinen einzigen Punkt erzielt hatten.

Nicht ganz so gut verlief das Spiel der Stanford-Männer gegen die Butler Bulldogs wenige Tage später. Nach einem sehr langsamen Start mit nur drei Stanford-Punkten in den ersten gut sieben Minuten konnte sich das Team zwar steigern, so dass es zur Halbzeit sogar mit 31:26 in Führung lag. in der zweiten Halbzeit führten zahlreiche unnötige Ballverluste und schlechte Defensivarbeit aber dazu, dass Butler wieder die Kontrolle über den Spielverlauf übernahm und am Ende   verdient mit 71:66 gewann. Der lauteste Applaus während des Spiels kam daher auf, als  in der Halbzeitpause das Football-Team zum Fiesta Bowl verabschiedet wurde. Mehr zum Fiesta Bowl gibt es von mir entweder "live" aus Phoenix oder spätestens, wenn ich in ein paar Tagen wieder zurück bin.

Den vorläufigen Abschluss meines Sportprogramms bildete dann die das NBA-Spiel der Golden State Warriors gegen die Los Angeles Clippers. Auch wenn die Warriors in Oakland und damit nur eine halbe Stunde von hier entfernt spielen, hatte ich es bis dahin noch nie zu einem Warriors-Spiel geschafft. Ein Grund war dabei sicherlich, dass die Warriors nicht unbedingt zu den Spitzenteams der NBA zählen (und das ist noch nett formuliert). Mit den Clippers kam allerdings die neue Traumkombination der NBA - Blake Griffin und Chris Paul - zu Besuch. Und da ich am Sonntag Nachmittag eh nichts anderes vorhatte, habe ich mit meinem Kollegen, der sich inzwischen wieder halbwegs vom Football erholt hatte, spontan das Spiel besucht. Da es gleichzeitig das erste Saisonspiel war, wurden sämtliche Warriors-Spieler ausführlich begrüßt. Bis zur Halbzeit konnten die Warriors das Spiel recht ausgeglichen gestalten und die Führung wechselte mehrfach. Im dritten Viertel kam dann die individuelle Klasse der Clippers-Spieler zum Tragen, so dass sie eine 7-Punkte-Vorsprung heraussprang. Nach einer deutliche Leistungssteigerung kamen die Warriors zur Mitte des letzten Viertel nochmal bis auf einen Punkt heran. Dabei hatten sie sich aber entweder stark verausgabt oder aber die Clippers hatten sich eine kurze Auszeit gegönnt. Denn in den letzten Minuten punkteten eigentlich nur noch die Gäste aus Los Angeles: aus einem 82:81 knapp sieben Minuten vor Schluss wurde ein am Ende deutlicher 105:86-Sieg der Clippers. Auch wenn waehrend des Spiels immer wieder mal das herausragende Können von Blake Griffin und Chris Paul aufblitzte, dauert es wohl noch einige Zeit, bis bei den Clippers alles rund läuft. Aber das ist nach einer recht knappen Saisonvorbereitung und dem späten Wechsel von Chris Paul auch noch verständlich. Die Preisgestaltung bei den Warriors ist übrigens recht einleuchtend: für $18 kommt man auf den Parkplatz vor dem Stadion und für unsere Sitzplätze, die beinahe näher am Parkplatz als am Spielfeld waren, haben wir knapp $30 gezahlt. Aber obwohl wir direkt unter dem Hallendach saßen, hatten wir einen guten Blick aufs Spielfeld. Nur den Spielstand auf der Anzeigentafel konnten wir nur zur Hälfte lesen, so dass wir die Punkte der Warriors mitzählen mussten. Aber so schnell.wie in einem Basketballspiel die Punkte fallen, ist der genaue Spielstand eh nur in den letzten paar Minuten wichtig. Und da war das Spiel ja eh schon mehr oder weniger zu Gunsten der Clippers entschieden.

(download)

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Posted from Menlo Park, CA

Dec 18 / 9:28pm

Lieber spät als nie

Bei meinem Eintrag über das Uproar Festival im Oktober hatte ich ja schon geschrieben, dass Avenged Sevenfold kurzfristig ihren Auftritt absagen mussten, es aber dafür ein kostenloses Ersatzkonzert geben sollte. Und am Freitag war es so weit. Und damit Avenged Sevenfold das Abendprogramm nicht alleine bestreiten müssen, haben sie als Vorbands Asking Alexandria und Hollywood Undead mitgebracht, mit denen sie gerade auf US-tour sind.

Von Asking Alexandria, die den Abend eröffneten, haben wir - beinahe schon traditionell - den halben Auftritt verpasst, da wir noch mit dem Abendessen beschäftigt waren. Das leichte Verkehrschaos auf dem Weg von Stanford nach San Jose hatte allerdings die Hauptschuld, dass wir zu spät waren.
Aber auch so kamen wir noch in den Genuss von den letzten 20 Minuten der Show. Und das war schon mal ein gutes Aufwärmprogramm für die Ohren - gepflegter Heavy Metal, der leider teilweise unter suboptimalem Sound zu leiden hatte.
Hollywood Undead mischten dann munter Rap und Rock. Teilweise waren die Songs richtig gut, andere waren aber fuer meinen Geschmack zu rap-lastig. Insgesamt aber haben auch Hollywood Undead gute Musik gemacht.
Gegen halb 10 kamen dann endlich Avenged Sevenfold auf die Bühne. Dass die Bühne für die Umbauarbeiten komplett von einem Vorhang verhüllt war, ließ ja schon einiges erwarten. Und auch wenn spätestens seit dem Rammstein-Konzert im Frühjahr die Messlatte für Pyrotechnik extrem hoch liegt, war die Bühnenshow von Avenged Sevenfold sehenswert. Zentrales Element auf der Bühne war ein Totenschädel mit Fledermaus-Flügeln, woran zahlreiche Flammenwerfer installiert waren - also alles, was man so für eine ordentliche Heavy-Metal-Show braucht. Und auch wenn ich kein einziges Lied kannte - wenn das Konzert nicht umsonst gewesen wäre, wäre ich wohl nicht hingegangen - war das Konzert sehr sehens- und vor allem hörenswert. Wie es sich für Konzerte hier gehört, war dann pünktlich um 23 Uhr Schluss.

Avenged_sevenfold
Nachdem ich beim Uproar-Festival noch leicht enttäuscht war, dass eine Band weniger auftreten würde, hat sich das im Nachhinein als positiv herausgestellt: nicht nur wurde beim Uproar-Festival jeder Band etwas mehr Zeit gegeben. Auch der Auftritt von Avenged Sevenfold am Freitag war wohl wesentlich länger als er beim Festival gewesen wäre. Und so eine Bühnenshow wäre dort gar nicht möglich gewesen. Und Asking Alexandria und Hollywood Undead hätte ich sonst überhaupt nicht gesehen.

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Posted from San Jose, CA

Dec 18 / 8:42pm

Fiesta!

Falls irgendjemand noch auf die Auflösung wartet, in welchem Bowl-Spiel Stanford spielen wird, bitteschön: am 2. Januar geht es in Phoenix (bzw. genauer gesagt in Glendale) im Fiesta Bowl gegen Oklahoma State. Und das könnte ein richtig interessantes Spiel werden. Oklahoma State galt bis zum Saisonende als Kandidat für das Finale um den landesweiten Titel, hat es aber nach einer zwischenzeitlichen Niederlage nur auf Platz 3 im Ranking geschafft. Da Stanford auf Platz 4 steht, ist der Fiesta Bowl sozusagen das landesweite Spiel um Platz 3. Für Stanford war der Fiesta Bowl zwar schon gegen Ende der Saison das wahrscheinlichste Bowl-Spiel, aber da die Bowls innerhalb gewisser Richtlinien sich die teilnehmenden Mannschaften frei auswählen können, war bis zur offiziellen Bekanntgabe noch ein kleines Restrisiko vorhanden, dass Stanford in einem weniger prestigeträchtigen Spiel antreten muss. So bildet der Fiesta Bowl aber einen verdienten Abschluss einer sehr erfolgreichen Saison. Gegen Oklahoma State gilt Stanford zwar als Außenseiter. Aber der Unterschied ist nicht so groß, dass ein Stanford-Sieg ausgeschlossen werden kann.

Einen Bericht über den Fiesta Bowl gibt es hier irgendwann nach dem 3. Januar. Damit ich wenigstens ein bisschen Urlaub habe, werde ich nämlich für ein paar Tage nach Phoenix fliegen, um mir das Spiel anzusehen. Da das offizielle Komplett-Paket für Stanford-Fans ca. $1400 kostet und dabei weder Ticket noch Flug inbegriffen sind, habe ich mich allerdings für eine etwas günstigere Variante entschieden. Dadurch werde ich zwar nicht in einem 4-Sterne-Hotel wohnen und auch die exklusive Silvesterparty werde ich mir entgehen lassen müssen, aber das meiste vom Rahmenprogramm am Tag des Spiels werde ich auch so mitbekommen.
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Nov 29 / 9:02pm

Und jetzt?

Seit Samstag Abend ist die reguläre Saison im Football für Stanford beendet. Mit einem 28:14 gegen Notre Dame wurde nicht nur die Saison nicht nur mit einem Sieg beendet, sondern den Studenten, die nach dem Jahr ihren Abschluss machen und Stanford verlassen werden, ein würdiger Abschied bereitet. Als diese Spieler vor vier Jahren nach Stanford kamen, war das Football-Programm so ziemlich am Tiefpunkt in der Geschichte von Stanford. In der Saison zuvor wurde gerade mal ein Spiel gewonnen. Und jetzt hat Stanford schon zum zweiten Mal hintereinander eine Saison mit nur einer Niederlage beendet. Was diese Bilanz allerdings wert ist, wird sich erst nächste Woche zeigen. Da stehen nämlich noch einige Spiele auf dem Programm, an denen Stanford zwar nicht aktiv mitwirkt, die sich aber trotzdem noch auf die landesweite Rangliste auswirken können. Nachdem am vergangenen Wochenende einige der erhofften Überraschungen anderenorts ausgeblieben sind, steht Stanford da momentan auf Platz 4. Die endgültige Rangliste und damit auch die Entscheidung, gegen wen Stanford in welchen Bowl-Spiel antreten wird, steht dann am nächsten Sonntag fest. Auch wenn ein Szenario recht wahrscheinlich erscheint, ist das bis Sonntag Abend reine Spekulation. 

Das Spiel gegen Notre Dame war eigentlich schon zur Halbzeit entschieden. Vor allem dank einer herausragenden Leistung der Defensive stand es zur Pause schon 21:0. Nach der Pause konnte sich Notre Dame zwar etwas vom Druck befreien, aber auch so geriet der Sieg nicht mehr wirklich in Gefahr. Somit konnte es ganz am Spielende auch noch zu einem besonderen Moment kommen: Chris Owusu, der seit einer Gehirnerschütterung vor ein paar Wochen (und das war nicht die erste in seiner Karriere) nicht mehr gespielt hatte und auch immer noch nicht wieder "grünes Licht" für Einsätze hat, durfte für den allerletzten Spielzug in "seinem" Stanford Stadium noch mal aufs Feld. Nachdem schon das ganze Spiel über die "Seniors", also die Studenten der Abschlussklasse, für die Höhepunkte gesorgt hatten, wurde so auch noch ein passender Schlusspunkt für das "Abschiedsspiel"gesetzt.

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Nov 21 / 10:00pm

Und die Axt bleibt hier!

Nach der Niederlage gegen Oregon sah es ja so aus, als ob sich Stanford von nahezu allen Saisonzielen verabschieden müsse. Von allen Saisonzielen? Nein, denn eines bleibt ja immer, egal wie die Saison sonst so läuft: Das "Big Game" gegen den Lokalrivalen aus Berkeley muss gewonnen werden. Und dazu bot sich am Samstag die Gelegenheit. Nach dem bisherigen Saisonverlauf galt Stanford zwar als deutlicher Favorit, aber in einem Derby hat die Favoritenrolle eher selten etwas zu bedeuten.

Vor dem Anpfiff füllte sich das Stadion nur sehr langsam, was vermutlich hauptsächlich am nass-kalten Wetter lag. Ich war immerhin rechtzeitig im Stadion gewesen, um einen Platz unter dem Vorsprung des oberen Ranges zu bekommen. Aber mit meinem trockenen Platz dürfte ich im Stadion zu einer deutlichen Minderheit gehört haben. Pünktlich zum Spielbeginn war das Stadion dann aber doch gefüllt und die Stimmung entsprechend gut. 

Wie leider meistens in dieser Saison kam Stanford nur sehr langsam in die Gänge und so stand es zu Halbzeit nur 14:13 für Stanford. Im dritten Viertel übernahm Stanford dann aber deutlich die Kontrolle über das Spiel und baute die Führung auf 28:13 aus. Als Berkeley ihren Rückstand kurz vor Spielende auf 31:28 verkürzen konnte, wurde es noch mal kurz spannend. Allerdings konnte sich Stanford den anschließenden Kick-Off sichern und der Sieg war endgültig unter Dach und Fach.
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Somit bleibt auch die "Stanford Axe", die jedes Jahr an das siegreiche Team geht, für mindestens ein weiteres Jahr in der Heimat. Aufgrund des Wetters hielten sich die Feierlichkeiten nach Spielende allerdings in Grenzen. Letztes Jahr beim Sieg in Berkeley war da deutlich mehr los. 
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Posted from Stanford, CA

Nov 21 / 9:25pm

Bitte warten!

Seit Freitag Abend bin ich wieder zurück aus Santa Barbara. Nach ein oder zwei Tagen hatte ich mich übrigens an die Aussicht von meinem Büro aus gewöhnt und bin doch noch zum Arbeiten gekommen.

Der endgültige Abschied aus Santa Barbara hat sich allerdings etwas verzögert. Und das lag nicht daran, dass ich mich nicht von meinem Strandpanorama losreißen konnte. Vielmehr hatte das Flugzeug aus mir unbekannten Gründen Verspätung. Zu guter letzt mussten wir sogar noch ein paar Minuten auf dem Rollfeld herumstehen, bevor wir einsteigen konnten. Das "Hier warten"-Schild hätte es für mich gar nicht gebraucht. Ohne ausdrückliche Erlaubnis von jemandem, der sich am Flughafen auskennt, wäre ich eh nicht auf die Idee gekommen, quer über das Rollfeld auf das nächstbeste Flugzeug zuzulaufen.

Sba_-_bitte_warten